Weinregion Umbrien

Umbrien

Es scheint im relativ schmalen Italien kaum möglich zu sein, aber Umbrien ist tatsächlich die einzige Region ohne Meeresküste – abgesehen vom Vatikanstaat, der im Häusermeer von Rom siedelt. Das historische und kulturelle Erbe Umbriens ist enorm, hier haben Etrusker gewirkt, hier hat Franz von Assisi den Tieren gepredigt. In önologischer Hinsicht steht Umbrien im Schatten der Toskana. Man produziert etwa ein Drittel der Menge in der Nachbarprovinz und kann auch punkto Renommee kaum mithalten. Doch die Zeiten ändern sich.

Die weisse Sorte Grechetto gibt nussige, stoffige Weine, die dickschalige Sagrantino eher wuchtige, vollmundige Rotweine mit Lagerpotenzial. Weitere lokale Sorten sind Sangiovese, Ciliegiolo und Trebbiano. Die noch unausgeschöpften Eignungen der Region für grosse Weine werden seit einigen Jahren ergründet, auch mit Sorten aus anderen Weingebieten wie etwa Fiano aus dem Süden. Und mit Chardonnay, Cabernet, Petit Verdot und weiteren Internationalen.

Eckdaten

Land: Italien

Rebfläche: 18’000 Hektaren

Produktionsmenge: 900’000 Hektoliter

Traubensorten

Cabernet Franc

Die Cabernet Franc-Traube ist die kleine Schwester der edlen Cabernet Sauvignon. Sie wird hauptsächlich als Cuvée-Partner verwendet, insbesondere für Bordeaux-Weine.

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