Weinregion Rias Baixas

Rías Baixas

In der nordwestlichen Ecke der Iberischen Halbinsel liegt Galicien. Für die Jakobspilger bedeutet die Kathedrale von Santiago de Compostela das Ende ihrer Mühen, andere Menschen sahen in diesem herben Land am Atlantik das Ende der Welt. Es ist tatsächlich «un otro mundo». In Galicien klappern nicht die Kastagnetten, hier seufzt die «gaita», der Dudelsack. Als Weingebiet ist die Region wenig bekannt – das ist bedauerlich, denn die Weine Galiciens bestechen durch elementare Kraft.

Die Weingebiete liegen in den Rías Baixas. Rías sind Flussmündungen oder Meeresarme, die ins Land eindringen. So bildet sich ein spezielles Mikroklima. Bekannt geworden sind vor allem die Weissweine. Lebhaft und aromatisch, harmonieren sie ausgezeichnet mit Schalentieren. Ihre Frische haben die Weine dem Klima und der Rebsorte zu verdanken, der dickschaligen Albariño, die fast verschwunden wäre. Heute finden die knackigen Weissen vom Ende der Welt immer mehr Zuspruch.

Eckdaten

Land: Spanien

Rebfläche: 4’080 Hektaren

Produktionsmenge: 119’960 Hektoliter

Produzenten

Pazo de Señorans

Die Quintessenz des spanischen Weissweins.

Traubensorten

Albariño

Albariño wird hauptsächlich in der Weinregion Rías Baixas in Galicien angebaut. Die Rebsorte wurde wahrscheinlich zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert von Mönchen aus Deutschland oder Frankreich nach Spanien gebracht.

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