Weinregion Jerez

Jerez

Jerez bedeutet Sherry-Land. Das Anbaugebiet um die Stadt Jerez de la Frontera bot den Römern beste Weine, es gehört zu den ältesten Europas. Mehr als 320 Sonnentage im Jahr bedeuten nicht nur Glück, vielmehr sind sie eine Herausforderung im Rebbau. Reine, knochentrockene Fino-Sherries werden aus der Rebsorte Palomino gekeltert, die am besten auf Kreideböden gedeiht. Die jungen Weine durchwandern einen Reife-Parcours, das Solera-System: Fässer mit älterem Wein werden immer wieder mit jüngerem Wein aufgefüllt, um Wein zu ersetzen, den man für die laufende Produktion gebraucht hat – Sherry ist eine Assemblage mehrerer Jahrgänge. In diesen Fässern wächst auf der Oberfläche der Weine eine schützende Schicht aus Jerez-Hefe, Flor genannt. Einheimische trinken ihren Fino am liebsten direkt ab Fass. Für den Export stabilisiert man Sherry gerne mit einem Schuss gebrannten Alkohols, der die Hefe lahmlegt.

Fino und Manzanilla (so heisst Fino aus Sanlúcar de Barrameda) sind die hellsten, trockensten Sherrys mit 15 bis 17 Volumenprozent Alkohol. Weiter gibt es den bernsteinfarbenen, körperreicheren Amontillado, dessen Flor mit Alkoholzugabe oder durch das natürliche Absterben der Hefe gestoppt wird, was die Oxidation in Gang setzt. Oloroso reift ohne Flor direkt an der Luft und beginnt sofort zu oxidieren, was seinen Geschmack prägt. Er ist dunkler und kräftiger als Amontillado und kommt auf 17 bis 20 Prozent Alkohol.

Eckdaten

Land: Spanien

Rebfläche: 10500 Hektaren

Produktionsmenge: 256960 Hektoliter

Produzenten

Telmo Rodriguez

Wenn man in Spanien über herausragende Weine Spricht, dann fällt schnell der Name Telmo Rodríguez. 

Traubensorten

Palomino

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