Sein intensiv dunkles Farbkleid kündigt bereits ein kraftvolles Aromenspiel an. In der Nase steht die Kirsche im Vordergrund. Ein leicht erdiger Charakter, ganz typisch für Nuits-Saint-Georges, zeigt sich, jedoch ohne Schwere, sondern mit grosser Noblesse. Schon der erste Eindruck am Gaumen offenbart die dichte Struktur, doch die Tannine sind von unvergleichlicher Geschmeidigkeit und verleihen dem Wein eine reiche Fülle. Die lange Persistenz wird zudem von einer feinen Mineralität getragen.
Der Clos Saint Marc liegt direkt gegenüber dem Weingut, an einem sanften Hang. Er ruht gleichmässig auf einem relativ tiefgründigen Braunboden, unter dem sich eine Schicht aus weissen und gelben Mergeln befindet, die gewissermassen das Muttergestein darstellt. Diese Schicht hat auf natürliche Weise einen erheblichen Einfluss auf die Wasserspeicherung – ein entscheidender Faktor für den Ausdruck des Terroirs. Mit einer Fläche von nur 0,93 Hektar ist der Clos Saint Marc tatsächlich der kleinste Monopollage des Dorfes.
Handlese und anschliessend umfangreiche Sortierung. Gärung in offenen Edelstahlbehältern für drei Wochen. Danach reift der Wein während 17 Monaten in Eichenfässern (30% neu).
Das Weingut Michèle et Patrice Rion wird gemeinsam mit ihrem Sohn Maxime geführt und bewirtschaftet 7 Hektar Reben in Nuits-Saint-Georges und Chambolle-Musigny. Die Familie legt grossen Wert auf die sorgfältige Auswahl des Pflanzenmaterials. Die übergeordnete Philosophie basiert auf dem respektvollen Umgang mit Boden und Rebe, mit dem Ziel, Weine zu erzeugen, die das Terroir authentisch widerspiegeln. Die 1,8 Hektar des Clos les Argillières, dessen Reben im Durchschnitt 70 Jahre alt sind, liegen direkt gegenüber dem Weingut.