Weinregion Kampanien

Kampanien

Südlich von Neapel liegt die Heimat des legendären Falerners der Römer. Falerner ist ein Wein, keine Rebsorte. Das erstklassige Potenzial dieser Gegend (Sonne, Hanglagen, vulkanische Böden) wird gedämpft durch die Schwäche der heimischen Märkte: Hier fehlt das Geld, um Spitzenweine zu kaufen. Wer das Risiko eines Exports eingeht, kann ungeahnte Höhen erklimmen. Etwa am unteren Ende des Golfs von Salerno im Cilento, wo sich die Landschaft dank Vernachlässigung ihre Wildheit zurückerobert hat. Sie sieht aus wie das Fell eines Hundes, der sich von der Kette lösen konnte und sich seither in einen Wolf zurückentwickelt. Dennoch lobt der Weinatlas: «An der Küste unweit der Tempel von Paestum, beispielsweise bereiten Erzeuger, wie Montevetrano, De Conciliis und Maffini Weltklasseweine und bedienen sich dabei fast ausschliesslich aus dem reichen Erbe der einheimischen Sorten.»

Fiano und Greco Bianco bilden die Basis exzellenter, würziger Weissweine. Hiesige Rotweine sind Aglianico und Piedirosso, manchmal unterstützt von der apulischen Sorte Primitivo oder gar der piemontesischen Barbera.

Eckdaten

Land: Italien

Rebfläche: 41129 Hektaren

Produktionsmenge: 1200000 Hektoliter

Produzenten

Feudi di San Gregorio

Geehrt mit zahlreichen Preisen wie der «Oscar del Vino 2015».

Traubensorten

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