Weinregion Thurgau

Thurgau

Der Thurgau ist einer der letzten ländlichen Kantone, berühmt für Äpfel und Erdbeeren. Nicht zuletzt gilt er als Geheimtipp für Wein. Die Rebgebiete liegen an Bodensee und Rhein sowie im Thurtal, also auf beiden Seiten des Seerückens. Zwar hat der legendäre Hans Ulrich Kesselring auf dem Schlossgut Bachtobel bei Weinfelden bereits bewiesen, dass man im Thurgau hervorragenden Pinot Noir keltern kann. Doch das Thurgauer Weinwunder geht weiter: Neuerdings setzen Winzer vor allem mit weissen Sorten nach.

Der Thurgau ist die Heimat der weissen Sorte, die für die Deutschschweiz steht: einst Riesling x Sylvaner genannt, heute Müller-Thurgau – nach dem Namen des «Erfinders» Hermann Müller-Thurgau aus Tägerwilen, des ersten Direktors der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Wädenswil. Heute wird die Sorte besser vinifiziert; statt lustiger Weinchen strebt man finessenreiche, terroirbetonte Weine an. Die Konkurrenz wartet nicht; vor allem Sauvignon Blanc und Grüner Veltliner mögen Thurgauer Böden.

Eckdaten

Land: Schweiz

Rebfläche: 249 Hektaren

Produktionsmenge: 13’927 Hektoliter

Traubensorten

Grüner Veltliner

Beim Grünen Veltliner handelt es sich um eine Kreuzung zwischen Traminer und St. Georgen sowie um die wichtigste autochthone Rebsorte Österreichs.

Müller Thurgau

Müller-Thurgau ist eine vorwiegend in Deutschland verwendete Weissweinsorte. Es ist eine Kreuzung von Riesling und Madeleine Royale und wurde 1882 von Dr. Hermann Müller (aus dem Thurgau, Schweiz) erzeugt.

Pinot Noir

Pinot Noir gehört zu den «cépages nobles» und stellt damit eine der edelsten Trauben der Welt dar. Die Römer kultivierten sie bereits vor über 2000 Jahren im heutigen Burgund.

;