Der Château Margaux 2025 zeigt sich anfangs etwas verschlossen, öffnet dann aber mit dunkler Frucht und komplexen erdigen Tönen. Der Gaumen ist sehr kräftig und doch elegant. Während der Antritt noch etwas verhalten ist baut der Wein im Mitteltei eine imposante Tanninstruktur auf, die einerseits mächtig, andererseits aber auch fein geschliffen und samtig ist. Der Wein ist dicht, linear und lange.
Ohne diese leidenschaftliche Arbeit und die Aufmerksamkeit der Menschen würde ein Kieshügel niemals ein so privilegierter Weinberg werden. Es war notwendig, die am besten geeigneten Rebsorten auszuwählen, ihre Anbaubedingungen zu definieren und die Techniken der Weinbereitung und des Ausbaus zu verfeinern. Diese Arbeit dauert nun schon seit fast fünfhundert Jahren an.
Das Weingut, das seit dem XII. Jahrhundert bekannt ist, wurde "La Mothe de Margaux" (der Margaux-Hügel) genannt und hatte damals noch keine Reben. Der alte Name kommt nicht von ungefähr, denn in einer flachen Region wie dem Médoc ist der kleinste "Hügel" leicht zu erkennen, und die besten Weine werden immer in Hanglagen erzeugt, die eine gute Drainage gewährleisten.